ML fordert Verwendung von Mitteln der Klimaschutzagentur für den Hitzeschutz der Bevölkerung
- Redaktion
Die Freien Wähler Mannheimer Liste haben heute einen Antrag an den Gemeinderat gerichtet, die Förderprogramme der Klimaschutzagentur zu beenden, insbesondere das Förderprogramm "SolarBonus", und die Restmittel aus den anderen Förderprogrammen der für die Installation von Klimaanlagen in Kita's, Schulen und städtischen Pflegeheimen zu verwenden.
Dazu der Fraktionsvorsitzende Holger Schmid: "Mit dieser Maßnahme können wir den Hitzeschutz und die Klimaresilienz für besonders von der Hitze betroffen Personengruppen stärken und wichtige Investitionen anstoßen, die für viele stark von der Hitze betroffenen Menschen in Mannheim eine tiefgreifende Erleichterung bringen wird."
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und klimapolitische Sprecher der Fraktion Christopher Probst ergänzt: "Wir haben diese andere Mittelverwendung auch deshalb vorgeschlagen, da die derzeitige Hitzewelle in unseren Augen gezeigt hat, dass die Stadt Mannheim mehr für den Hitzeschutz und die Resilienz Ihrer Bürgerinnen und Bürger tun muss. Die Fraktion ist dabei der Meinung, dass der Einbau von Klimaanlagen in städtischen Kita's, Schulen, aber auch städtischen Pflegeheimen Vorrang vor anderen Projekten haben sollte. Deshalb sollten das Förderprogramm "SolarBonus" sowie die anderen Förderprogramme der Klimaschutzagentur beendet und diese Gelder für die städtischen Einrichtungen zu verwendet werden."
Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich günstiger vom Markt angeboten worden, so dass ein Wegfall der zusätzlichen städtischen Förderung aus Sicht der Fraktion hinnehmbar wäre, insbesondere mit Blick darauf, dass oftmals Mitnahmeeffekte entstehen. Dieses Geld wäre sinnvoller in den Einbau von Klimaanlagen in städtische Gebäude und Einrichtungen investiert und würde dort im Bereich Klimaresilienz und Hitzeschutz mehr helfen. Die Fraktion hofft, dass im Gemeinderat eine breite Unterstützung für diesen klimapolitischen Richtungswechsel zustande kommen wird.